Die wichtigsten Neuerungen 2024 für Immobilieneigentümer
Erhöhung der CO2-Steuer ab dem 01.01.2024
Erhöhung der CO2-Steuer auf 45 Euro je ausgestoßener Tonne Kohlendioxid tritt in Kraft. Vermieter werden zukünftig für bis zu 95 % des CO2-Preises verantwortlich – je nach CO2-Emissionen aus Warmwasserbereitung und Heizung für alle Mieter des Gebäudes.
Neues Heizungsgesetz: Funktionstüchtige Heizungen dürfen weiterhin betrieben werden
Wichtige Regelung zu Etagenheizungen für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
65 Prozent Vorgabe
Fristverlängerung
Verpflichtung im Neubau
Speed-Bonus
Die Boni können kombiniert werden
"Wohn-Riester" für energetische Baumaßnahmen nutzbar
Die förderfähigen energetischen Sanierungsmaßnahmen umfassen unter anderem:
- das Dämmen von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken,
- das Erneuern von Fenstern oder Außentüren,
- den Einbau oder die Erneuerung einer Lüftungsanlage,
- die Erneuerung der Heizungsanlage sowie die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind,
- Zusätzlich können auch die Kosten für die Erteilung notwendiger Bescheinigungen und die Ausgaben für einen Energieberater im Rahmen des "Wohn-Riester" abgedeckt werden.
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## 2. Der „Braunschweiger Sommer“: Countdown zur Wärmeplanung
Braunschweig muss als Großstadt bis zum **30. Juni 2026** seinen kommunalen Wärmeplan (KWP) vorlegen. Dieser Plan ist das wichtigste Dokument des Jahrzehnts für Ihre Planungssicherheit.
### ⚠️ Das Risiko der Fehlplanung (Havarie-Fall)
Sollte Ihre Heizung (z. B. Baujahr 2004) im Frühjahr 2026 ausfallen, stehen Sie vor einem Dilemma:
* **Die 65%-Falle:** Ohne fertigen Wärmeplan dürfen Sie zwar noch eine Gasheizung einbauen, müssen sich aber offiziell beraten lassen. Sobald der Plan im Juni steht, greifen harte Regeln: Wenn Ihr Stadtteil kein Wasserstoff- oder Fernwärmenetz erhält, muss die neue Heizung teuer nachgerüstet oder mit 65% erneuerbarer Energie betrieben werden.
* **Lösung:** Nutzen Sie bei einem Defekt im Winter/Frühjahr eine **Miet-Heizzentrale**, um die Zeit bis zur Veröffentlichung des Wärmeplans im Juni zu überbrücken. Investieren Sie erst, wenn feststeht, ob BS Energy Ihre Straße anschließt.
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## 3. Die „Solar-Falle“ für Hauskäufer in Niedersachsen
Käufer eines Hauses in Braunschweig müssen laut GEG innerhalb von zwei Jahren das Dach oder die oberste Geschossdecke dämmen. Hier schnappt 2026 eine neue Rechtsfolge zu:
* **Der Automatismus:** Entscheiden Sie sich für eine Dachsanierung (Dämmung direkt unter den Ziegeln), gilt dies in Niedersachsen ab 2026 als „grundlegende Renovierung“.
* **Die Folge:** Damit wird die Solarpflicht ausgelöst. Sie müssen zwingend eine Photovoltaikanlage auf mindestens 50% der **geeigneten** Dachfläche installieren.
* **Wichtig zur Fläche:** Ungeeignete Flächen (z. B. durch starke Verschattung, Nord-Ausrichtung oder technische Aufbauten) werden bei der Berechnung der Pflichtfläche abgezogen.
* **Strategischer Rat:** Wer nur die oberste Geschossdecke dämmt, erfüllt die GEG-Pflicht, umgeht aber die teure Solarpflicht. Prüfen Sie Ihr Budget genau, bevor Sie das Dach anfassen!
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## 4. Fokus Vermieter: Digitalisierung & Smart Meter
Vermieter müssen 2026 administrativ aufrüsten, um Haftungsrisiken und Kürzungen zu vermeiden.
* **Digitale Belegeinsicht:** Ab 2026 ist das Einscannen von Rechnungen Standard. Mieter haben keinen Anspruch mehr auf physische Ordner-Einsicht, wenn Sie ein digitales Portal oder PDF-Einsicht anbieten.
* **Smart-Meter-Rollout:** Ab 2026 wird der Einbau intelligenter Messsysteme für viele Haushalte (E-Auto, Wärmepumpe) Pflicht.
* **CO2-Kosten-Sharing:** Bei energetisch schlechten Gebäuden (Klasse H) tragen Vermieter bis zu 95% der CO2-Kosten selbst. Sanierung ist hier der einzige Weg zur Renditesicherung.
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## 5. Neue Rechte für Mieter: Der „Kürzungs-Joker“
Transparenz wird 2026 für Mieter zum Druckmittel. Vermieter, die technisch nicht aufrüsten, riskieren Einnahmeverluste:
* **15% Kürzung:** Wird nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, darf der Mieter die Heizkostenrechnung pauschal um 15% kürzen.
* **Fernablese-Pflicht:** Bis zum 31.12.2026 müssen alle Zähler fernablesbar sein.
* **3% Extra-Kürzung:** Erhält der Mieter trotz Funk-Zählern keine monatliche Verbrauchsinformation (uEMI), darf er weitere 3% abziehen.
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## 6. Kosten & Ersparnisse 2026 im Überblick
| Posten | Erwartete Belastung | Ersparnis / Förderung |
| :--- | :--- | :--- |
| CO2-Preis (Gas) | + 1,2 Cent / kWh | - |
| Gasspeicherumlage | - | - 0,29 Cent / kWh |
| Dachsanierung + Solar | 35.000 € – 65.000 € | Eigenstrom spart ~30 Ct/kWh |
| Zähler-Umrüstung | ca. 40 € / Einheit | Vermeidung von bis zu 18% Kürzung |
| Grundsteuer (BS) | Steigend (Hebesatz-abhängig) | - |
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## Fazit: Ihr Fahrplan für ein rechtssicheres 2026
Zusammenfassend lässt sich sagen: 2026 ist das Jahr der harten Fakten. Mit dem 30. Juni als Stichtag für die Wärmeplanung in Braunschweig endet die Zeit der Spekulationen beim Heizungstausch. Wer heute strategisch plant, spart morgen nicht nur CO2-Kosten, sondern steigert aktiv den Marktwert seiner Immobilie.
**Ihr nächster Schritt:**
Möchten Sie wissen, wie Sie die Solar-Falle rechtssicher umgehen oder welche Fördergelder Ihnen in Braunschweig konkret zustehen? Unser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch die komplexen Anforderungen.
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Immobilien-Check 2026: Das Schicksalsjahr für Eigentümer, Vermieter und Mieter
1. Das finanzielle Nullsummenspiel zum 1. Januar
Ersparnis: Wegfall der Gasspeicherumlage
Die Umlage entfällt zum 01.01.2026 vollständig (ca. 0,29 Cent/kWh). Ein durchschnittliches Braunschweiger Einfamilienhaus (20.000 kWh Verbrauch) spart dadurch rund 69 € pro Jahr.
Kosten: Der CO2-Preis-Sprung
Gleichzeitig steigt der CO2-Preis auf einen Korridor von 55 € bis 65 € pro Tonne. Das verteuert Erdgas um ca. 1,1 bis 1,3 Cent/kWh.
Grundsteuer-Reform:
2026 ist das erste Jahr, in dem die neuen Hebesätze der Stadt Braunschweig voll in die Nebenkostenabrechnung einfließen. Experten rechnen bei vielen Objekten mit einer Mehrbelastung, die die kleinen Einsparungen bei den Umlagen sofort neutralisiert.
Fazit: Unterm Strich zahlen Besitzer unsanierter Immobilien ab Januar drauf. Wer nicht handelt, verliert Monat für Monat Geld durch steigende Abgaben.



