Immobilienpreise Braunschweig 2026


Aktuelle Preisentwicklungen im Immobilienmarktbericht Braunschweig

Immobilienpreise Braunschweig im Marktbericht 2026

Immobilienmarktbericht Braunschweig 2026: Die harten Fakten

Immobilienpreise in Braunschweig 2026 – Die Stadt Braunschweig bleibt ein wichtiger und stabiler Immobilienstandort in Niedersachsen. Wenn Sie darüber nachdenken, eine Immobilie zu kaufen oder zu verkaufen, ist es entscheidend, die aktuellen Marktpreise zu kennen. Unser Marktbericht für 2026 bietet Ihnen die notwendigen Informationen und Trends auf Basis der aktuellen Auswertung 2025 (Datenbasis 01.01.2026), um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Immobilien in Top-Lagen Braunschweigs sind weiterhin gefragt und Wohnraum bleibt knapp – ob für Singles, Paare oder Familien! Laut einer Studie der NBank wird die relative Bevölkerungsentwicklung in Braunschweig bis 2040 einen Zuwachs von rund 10 Prozent erfahren. Das heißt, die Anzahl der Einwohner wird vermutlich um circa 28.000 Personen ansteigen, und etwa 18.700 neue Haushalte gebildet werden. Die Folge? Eine weiter steigende Nachfrage nach Wohnraum, die sowohl Miet- als auch Kaufpreise langfristig stabilisiert und stützt.

Deutliche Marktbelebung im Jahr 2025
Die Immobilienpreise in Braunschweig bleiben trotz Marktschwankungen stabil, besonders in begehrten Stadtteilen. Im Anschluss an den Rückgang von Preisen und Transaktionszahlen in den Krisenjahren 2023/24, zeigt sich im Auswertungszeitraum 2025 eine deutliche Markterholung.

Der Immobilienmarkt in Braunschweig hat sich von 2024 auf 2025 in sämtlichen Bereichen positiv entwickelt.
Sowohl die Verkaufszahlen als auch der Geldumsatz sind merklich angestiegen. Dies lässt auf eine erhöhte Nachfrage und eine Bodenbildung bei den Preisen schließen. Besonders in Stadtvierteln wie der Innenstadt oder beliebten Wohngegenden in der Nähe von Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sind die Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf sehr hoch. Die hervorragende Infra- und Wirtschaftsstruktur, die Technische Universität sowie zahlreiche Forschungseinrichtungen tragen zur enormen Attraktivität Braunschweigs bei.

Wohnungsbautätigkeit: Anspruch und Wirklichkeit

Es muss jedoch festgestellt werden, dass die Bautätigkeit im Wohnungssektor in Braunschweig weiterhin hinter den prognostizierten Zielen zurückbleibt. Ursprünglich war vorgesehen, bis zum Jahr 2020 die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau von 5.000 neuen Wohnungen zu schaffen. Tatsächlich besteht jedoch ein Fehlbestand von über 3.000 Wohnungen. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, hat die Stadt reagiert. Bis Ende 2035 soll für sagenhafte 12.200 neue Wohneinheiten Baurecht entstehen. Doch es gibt einen Lichtblick im Jahr 2025. Der Markt für unbebaute Bauflächen ist wieder erwacht. Die Verkaufszahlen für Bauplätze stiegen um ca. 50,0 % auf insgesamt 64 Verträge an. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass private Bauherren trotz des Zinsniveaus wieder den Mut zum Eigenheim-Neubau fassen.
Neubau Baustelle

Fokusthema: Der energetische Zustand diktiert den Preis

Auswirkung der Energieeffizienz auf Immobilienkaufpreise (Green Premium Effekt)
Der Immobilienmarkt in Braunschweig wandelt sich grundlegend. Während früher die Lage das alleinige Kriterium war, bestimmt heute die Energieeffizienz maßgeblich den Preis. Angesichts gestiegener Energiekosten und der Vorgaben durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bewerten Käufer den Investitionsstau einer Immobilie heute viel kritischer als noch vor wenigen Jahren. Lokale Daten bestätigen den Bundestrend. Was deutschlandweit als Trend beobachtet wird, lässt sich in den aktuellen Braunschweiger Marktdaten (2025/2026) konkret beziffern. Die energetische Schere am Braunschweiger Markt schließt sich nicht nur beim Preis, sondern öffnet sich beim Angebot: Wir beobachten seit 2022 eine Verdoppelung der Verkaufsfälle bei Immobilien mit hohem Energiebedarf (Klassen G und H). Käufer nutzen die daraus resultierenden Preisabschläge von bis zu 40 % gegenüber hocheffizienten Neubauten, kalkulieren aber die notwendigen Sanierungskosten (Klasse H zu A bringt bis zu 46 % Wertsteigerung) fest in ihr Gebot ein.
Besonders bei älteren Einfamilienhäusern vor Baujahr 1977 ist der energetische Zustand mittlerweile der entscheidende Liquiditätsfaktor.
Wir sehen eine deutliche Preispolarisierung:
  1. Preisabschläge bei unsanierten Altbauten: Objekte, die energetisch nicht auf dem neuesten Stand sind, müssen Preisabschläge hinnehmen, um die Sanierungskosten für den Käufer auszugleichen. So sank der Durchschnittspreis für Ein- und Zweifamilienhäuser der Baujahre bis 1949 in Braunschweig um rund 10,5 % (von 380.000 € auf 340.000 €).
  2. Wertsteigerung bei Energieeffizienz: Im Gegensatz dazu sind Immobilien, die modernen Standards entsprechen (Baujahre 2011–2022), heiß begehrt. Hier stiegen die Preise im selben Zeitraum um 7,5 % auf durchschnittlich 958.000 € an.
Fazit: Der "energetische Abschlag" ist im Markt angekommen. Für Verkäufer älterer Immobilien bedeutet dies jedoch nicht, dass ihre Objekte unverkäuflich sind. Vielmehr ist eine realistische Preisfindung, die den Sanierungsaufwand transparent berücksichtigt, der Schlüssel zum erfolgreichen Verkauf in 2026.

Steigerung der Transaktionen um 8,9 % zum Vorjahr

Nach einer Phase der Stabilisierung präsentiert sich der Immobilienmarkt in Braunschweig 2026 deutlich belebt. Mit insgesamt 2.121 notariell beurkundeten Kaufverträgen für Wohn- und Gewerbeimmobilien im Jahr 2025 zeigt sich der Immobilienmarkt in Braunschweig erholt. Gegenüber den 1.948 Transaktionen des Jahres 2024 bedeutet dies eine Steigerung um 8,9 %.

Braunschweigs Immobilienmarkt gewinnt massiv an Fahrt

Im Jahr 2025 floss wieder deutlich mehr Kapital in die Löwenstadt, was eine spürbare Belebung des Marktes belegt. Der Gesamtgeldumsatz über alle Immobiliensegmente hinweg stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % auf insgesamt 775,1 Mio. €. Allein auf den Kernsektor der bebauten Grundstücke entfielen dabei 514,0 Mio. €, was einem deutlichen Zuwachs von 9,4 % entspricht. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass sowohl Investoren als auch Eigennutzer wieder verstärkt aktiv sind und Kapital in den Standort fließen lassen. Trotz der veränderten Zinslandschaft haben Käufer und Verkäufer wieder zueinander gefunden, was sich in einer um knapp 9 % gestiegenen Transaktionsfrequenz (insgesamt 2.121 Kaufverträge) widerspiegelt. Dies unterstreicht die ungebrochene Attraktivität Braunschweigs als regionaler Ankerpunkt und größter Stadt zwischen Hannover und Berlin.
Vorjahresbericht
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Immobilienpreise Braunschweig 2026 nach Gebäudetypen

Foto 1. Ein- und Zweifamilienhäuser

1. Ein- und Zweifamilienhäuser

Den zweitgrößten Umsatzanteil bei Wohnimmobilien nahmen die Ein- und Zweifamilienhäuser mit 122 Mio. Euro ein. Gegenüber dem Vorjahr (155 Mio. Euro) verzeichnet dieses Segment damit allerdings einen signifikanten Rückgang von rund 20,0 %. Dieser Rückgang im Umsatzvolumen ist primär auf eine geringere Anzahl an Transaktionen im Bestand zurückzuführen. Dennoch erzielen moderne Objekte der Baujahre 2011-2022 mit durchschnittlich 958.000 € weiterhin Spitzenpreise, was die enorme Wertschätzung für hohe energetische Standards am Markt belegt. In diesem Segment zeigt sich eine klare Konzentration im mittleren Preisbereich, während das Luxussegment eine eigenständige Dynamik entwickelt.
  • Häufigste Preisklasse: 350.000 € bis < 375.000 € mit 22 Kauffällen.
  • 2. häufigste Preisklasse: 275.000 € bis < 300.000 € mit 16 Kauffällen.
Die Marktdynamik wird primär scheinbar durch den Bestand der Nachkriegszeit (Baujahre 1950–1977) getrieben, der mit einem Durchschnittspreis von 365.000 € exakt in der häufigsten Preisklasse liegt. Die zweite Spitze im Bereich um 275.000 € repräsentiert vermutlich sanierungsbedürftige Objekte oder Häuser in einfacheren Lagen, während die 13 Verkäufe über 800.000 € den starken Einfluss moderner Neubauten (Ø 958.000 €) widerspiegeln.

Ø Verkaufspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser nach Baujahresklassen

Baujahr Braunschweig 2025 Vorjahr
Bis 1949  340.000,00 € 380.000,00 €
1950 bis 1977 365.000,00 € 402.000,00 €
1978 bis 1990 414.000,00 € 435.000,00 €
1991 bis 2010 538.000,00 € 633.000,00 €
2011 bis 2022 958.000,00 € 891.000,00 €
Ab 2023 Keine Daten Keine Daten
Baujahresübergreifende Ø Verkaufspreise 380.000,00 € 435.000,00 €

2. Reihenhäuser und Doppelhaushälften

Dieses Segment erweist sich als äußerst wertstabil: Der Geldumsatz stieg um 10,8 % auf 83,05 Mio. € an (Vorjahr: 74,98 Mio. €). Auch die Anzahl der Verträge legte leicht auf 258 Abschlüsse zu.
Reihenhäuser sind aufgrund ihrer kompakten Bauweise und der damit verbundenen Energieeffizienz besonders bei jungen Familien gefragt. Der baujahresübergreifende Durchschnittspreis kletterte in diesem Segment auf 310.000 €, wobei moderne Neubauten mit bis zu 650.000 € gehandelt werden. Dieses Segment fungiert als der liquide „Volumenmarkt“ für Familien in Braunschweig und weist eine sehr enge Preisverteilung auf.
  • Häufigste Preisklasse: 250.000 € bis < 275.000 € mit 29 Kauffällen.
  • 2. häufigste Preisklasse: Die Klassen 275.000 € bis < 300.000 € sowie 325.000 € bis < 350.000 € mit jeweils 23 Kauffällen.
Foto 2. Reihenhäuser und Doppelhaushälften
Reihenhäuser bieten den kosteneffizientesten Einstieg in das Wohneigentum mit Garten. Die häufigste Klasse (um 250.000 €) korrespondiert mit den Durchschnittspreisen älterer Bestandsobjekte (bis Baujahr 1949: 292.000 €; 1950–1977: 294.000 €). Dass die Verteilung hier so massiv unter der 350.000-Euro-Marke konzentriert ist, belegt, dass dieses Segment vor allem preisbewusste Käufergruppen anspricht, für die ein freistehendes Haus finanziell nicht erreichbar ist.

Ø Verkaufspreise für Reihen- und Doppelhäuser nach Baujahresklassen

Baujahr Braunschweig 2025 Vorjahr
Bis 1949  292.000,00 € 260.000,00 €
1950 bis 1977 294.000,00 € 279.000,00 €
1978 bis 1990 354.000,00 € 354.000,00 €
1991 bis 2010 386.000,00 € 405.000,00 €
2011 bis 2022 650.000,00 € Keine Daten
Ab 2023 Keine Daten Keine Daten
Baujahresübergreifende Ø Verkaufspreise 310.000,00 € 297.000,00 €

Preise für Eigentumswohnungen und Teileigentum

Preisentwicklungen Eigentumswohnungen Braunschweig mit Säulen

3. Eigentumswohnungen

Der Markt für Eigentumswohnungen setzte 2025 seinen Erholungskurs fort. Der Geldumsatz stieg um 13,2 % auf 222,6 Mio. € (Vorjahr: 196,66 Mio. €). Insgesamt wurden 1.063 Wohnungen notariell beurkundet. Eigentumswohnungen nehmen damit erneut den größten Umsatzanteil ein. Besonders auffällig ist die hohe Preisdynamik im Neubausegment, wo Objekte ab Baujahr 2023 im Schnitt 4.980 €/m² erzielen. Das Wohnungseigentum stellt mit über 50 % aller Verträge das transaktionsreichste Segment dar und bildet somit das Rückgrat der privaten Wohneigentumsbildung in der Stadt. Der Wohnungsmarkt zeigt die stabilste und am deutlichsten zentrierte Verteilung im gesamten Stadtgebiet.
  • Häufigste Preisklasse: 2.000 € bis < 2.250 €/m² mit 99 Kauffällen.
  • 2. häufigste Preisklasse: 2.250 € bis < 2.500 €/m² mit 90 Kauffällen
Hier zeigt sich eine klassische Glockenkurve um den Braunschweiger Median von 2.410 €/m². Die enorme Dominanz der Preisklasse um 2.100 €/m² ist auf das große Angebot an Bestandsobjekten der 1950er bis 70er Jahre zurückzuführen, deren Durchschnittspreis bei 2.130 €/m² liegt. Die „energetische Schere“ wird hier statistisch dadurch sichtbar, dass die Transaktionszahlen in den hohen Klassen (ab 4.000 €/m²) zwar vorhanden, aber im Vergleich zum Massenmarkt der 60er-Jahre-Bauten deutlich geringer sind.

Verkaufspreise Eigentumswohnungen nach Baujahresklassen (Ø €/m²)

Baujahr Braunschweig 2025 Vorjahr
Bis 1949  2.570,00 € 2.570,00 €
1950 bis 1977 2.130,00 € 2.140,00 €
1978 bis 1990 2.390,00 € 2.540,00 €
1991 bis 2010 2.810,00 € 2.820,00 €
2011 bis 2022 3.960,00 € 4.200,00 €
Ab 2023 4.980,00 € 4.070,00 €
Baujahresübergreifende Ø Verkaufspreise 2.410,00 € 2.420,00 €
Die Wohnungspreise 2024 in Braunschweig liegen oberhalb des Durchschnitts in Niedersachsen (1.980,00 €). Der durchschnittliche Preis für Häuser liegt in Braunschweig über dem Schnitt in Niedersachsen. Der durchschnittliche Preis für Reihen- und Doppelhäuser liegt in Braunschweig über dem Schnitt in Niedersachsen. Die einzelne Immobilie selbst kann aufgrund von individuellen Besonderheiten deutlich von diesen Werten abweichen. Es wird keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten Daten übernommen. (Quelle für Preise: http://www.gag.niedersachsen.de) Grundstücksmarktbericht Niedersachsen 2024.

4. Anlageimmobilien: Das Comeback der Investoren

Ein differenzierter Blick auf den Markt für Renditeobjekte zeigt, dass Braunschweig für Investoren hochattraktiv bleibt. Wir unterscheiden hier zwei wesentliche Kategorien:
  • Wohn- und Geschäftshäuser (Mischnutzung): Dies war 2025 ein extrem starkes Segment. Mit 73 Kaufverträgen wurde ein Geldumsatz von 150,7 Mio. Euro erzielt. Insgesamt wechselte eine Fläche von 15,18 Hektar den Besitzer. Dies zeigt, dass großvolumige Objekte in Mischlagen (Wohnen & Gewerbe) stark nachgefragt werden.
  • Reine Mehrfamilienhäuser (Zinshäuser): Auch der Umsatz mit reinen Wohnanlagen verzeichnete im Jahr 2025 eine deutliche Steigerung. Mit einem Transaktionsvolumen von 94,08 Mio. Euro (Vorjahr: rd. 75,5 Mio. Euro) wurde ein Zuwachs von ca. 2,2 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Die durchschnittlichen Kaufpreisvervielfältiger haben sich auf diesem Markt bei etwa dem 17,2-fachen der Jahresnettokaltmiete eingependelt.
Foto 4. Anlageimmobilien: Das Comeback der Investoren

5. Unbebaute Bauflächen: Der geheime Wachstumschampion

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung bei den unbebauten Bauflächen, deren Geldumsatz um sensationelle 177,6 % auf 24,0 Mio. € explodierte. Getrieben wurde dieser Rekordwert vor allem durch den Geschosswohnungsbau, der ein Umsatzplus von 261,1 % verzeichnete. Dies ist ein deutliches Signal für den Start zahlreicher neuer Wohnbauprojekte, die dringend benötigt werden, um das Ziel der Stadt von 12.200 neuen Wohneinheiten bis 2035 zu erreichen
Infografik zu Umsätzen für unbebaute Bauflächen in der Stadt Braunschweig. Balkendiagramme zeigen die Entwicklung von Vertragsanzahl, Geldumsatz und Flächenumsatz der Jahre 2021 bis 2025 nach Nutzungsarten, sowie die prozentuale Veränderung von 2024 auf 2025.

EXPERTENTIPP

Infografik zu Rohertragsfaktoren in Braunschweig 2026 nach Lage: Einfach (Faktor 17,0 bei 230 €/m² BRW), Durchschnitt (Faktor 21,9 bei 550 €/m²) und Spitze (Faktor bis 24,8 bei 820 €/m²).
Für Kapitalanleger ist neben dem reinen Kaufpreis die nachhaltige Rentabilität entscheidend. In Braunschweig hat sich das Preisgefüge für Renditeobjekte stabilisiert. Während erste Marktbeobachtungen die Vervielfältiger zuletzt bei etwa dem 17,2-fachen der Jahresnettokaltmiete sahen, untermauern die offiziellen Daten des Landesmodells (Stichtag 01.01.2026) ein differenzierteres Bild. Da die Transaktionsfrequenz bei Mehrfamilienhäusern im Stadtgebiet zuletzt um 53,7 % nach oben geschnellt ist, gewinnt die präzise Kaufpreisprüfung mittels Rohertragsfaktoren massiv an Bedeutung. In erstklassigen Braunschweiger Lagen akzeptieren Investoren eine geringere laufende Verzinsung zugunsten einer überlegenen Wertstabilität und eines minimierten Mietausfallrisikos. Dies führt zu einem höheren Multiplikator. Die aktuelle Datenbasis belegt das wachsende Vertrauen des Marktes in den Standort Braunschweig, wobei Käufer bereit sind, für langfristige Sicherheit in stabilen Lagen signifikante Aufpreise zu zahlen.

Der Mietmarkt im Detail: Angebot trifft auf hohe Nachfrage

Mietmarkt Braunschweig: Kontinuierlicher Aufwärtstrend

Der Braunschweiger Wohnungsmarkt zeigt eine deutliche Dynamik mit stetig steigenden Mietpreisen. Während die durchschnittliche Angebotsmiete zu Beginn des Jahres 2021 noch bei 7,91 €/m² lag, haben die Preise im Januar 2026 neue Höchstwerte erreicht. Mietinteressenten müssen aktuell bei Neuvermietungen im Neubau mit durchschnittlich 14,44 €/m² und im Bestand mit 9,49 €/m² kalkulieren

Orientierung durch den Mietspiegel 2025

Als verlässliche Basis für das allgemeine Preisgefüge dient der qualifizierte Mietspiegel 2025, der eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 7,60 €/m² über das gesamte Stadtgebiet ausweist. Da Braunschweig als Gemeinde mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft wurde, greift hier die Mietpreisbremse. Dies bedeutet, dass die Miete zu Beginn eines neuen Mietverhältnisses in der Regel maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf, sofern keine gesetzlichen Ausnahmen wie Erstbezug nach 2014 oder eine umfassende Modernisierung vorliegen

Zentrale Preisfaktoren: Lage, Energetik und Ausstattung

Die konkrete Miethöhe wird in Braunschweig maßgeblich von der Qualität und Lage der Wohnung bestimmt:
  • Zentralität: Die Nähe zum Stadtzentrum („Braunschweiger Löwe“) ist ein signifikanter Preistreiber. Wohnungen innerhalb eines Radius von 1.000 Metern erhalten einen Zuschlag von +0,59 €/m².
  • Energetik & Baujahr: Der energetische Zustand rückt zunehmend in den Fokus. Während moderne Gebäude der Baujahre 2016–2024 deutliche Zuschläge von +1,84 €/m² erzielen, führen veraltete Standards oft zu Preisabschlägen.
  • Ausstattungshighlights: Besondere Merkmale steigern den Wohnwert spürbar. So erzielen Penthouse- oder Staffelgeschosswohnungen einen Aufschlag von +1.02 €/m², und eine komplette Einbauküche wird mit +0,66 €/m² bewertet

Bestandsmieten

Für Kapitalanleger ist nicht nur der Kaufpreis, sondern die Vermietbarkeit entscheidend. Die aktuellen Daten zeigen hier ein spannendes Bild:
  • Mieten steigen weiter Während sich die Kaufpreise im Bestand stabilisiert haben, kennen die Mieten nur eine Richtung: nach oben. Laut aktuellen Marktdaten stieg der durchschnittliche Mietpreis für Wohnungen von 9,16 €/m² (Februar 2025) auf 9,49 €/m² (Januar 2026). Dies entspricht einem Preistrend von +3,6 %.
Zum Mietpreisrechner
  • Wo das Angebot fehlt (Ihre Chance als Vermieter) Die Analyse von Suchprofilen gegenüber verfügbaren Angeboten offenbart klare Lücken im Markt:
  • Massiver Mangel an 4-Zimmer-Wohnungen: Hier übersteigt die Zahl der Suchenden das Angebot deutlich. Familien finden kaum passenden Wohnraum.
  • Gesucht wird Fläche: Besonders in den Größenklassen 70 bis 95 m² und 95 bis 120 m² ist die Nachfrage signifikant höher als das Angebot. Kleine Wohnungen (<50 m²) sind hingegen vergleichsweise häufig am Markt.
  • Realistische Preiserwartungen Positiv für Vermieter: Die Preisvorstellungen von Mietern und Vermietern haben sich angeglichen.
  • Bei 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen treffen sich Angebot und Nachfrage bei durchschnittlich 9 bis 10 €/m².
  • Eine Ausnahme bilden 1-Zimmer-Apartments: Hier liegen die Angebote (Ø 11 €/m²) aktuell noch etwa 1 € über den Vorstellungen der Suchenden (Ø 10 €/m²).
Mieten in Braunschweig mit Tabellen

Neubaumieten

Im Januar 2026 lag die Miete im Neubau durchschnittlich bei 14,44 €/m² und im Bestand bei 9,49 €/m². Im Januar 2024 waren es noch 14,01 €/m² (Neubau) und 9,16 €/m² im Bestand. Der qualifizierte Mietspiegel 2025 benennt die durchschnittliche Nettokaltmiete in Braunschweig mit 7,60 € pro Quadratmeter. Mehr zum qualifizierten Mietspiegel Braunschweig können Sie in unserem Blogbeitrag nachlesen. In beiden Auswertungen hängen die Mieten von verschiedenen Faktoren ab, u.a. der Lage und der Entwicklung des Einzugsgebietes.

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Die Stadt Braunschweig hat 255.307 Einwohner (Stand: 31.12.2023). Sie liegt in Niedersachsen, zwischen der Autostadt Wolfsburg und der Landeshauptstadt Hannover. Braunschweig ist die größte Stadt zwischen Hannover und Berlin. Das Braunschweiger Stadtgebiet weist eine Fläche von 192,17 km2 auf. Die Länge der Stadtgrenze beläuft sich auf 98 km. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 19,1 km und die West-Ost-Ausdehnung 15,7 km. Die 12 Braunschweiger Stadtbezirke teilen sich in 74 statistische Bezirke auf. Ihr unverwechselbares Profil erhielt Braunschweig durch die stetige Entwicklung der Kultur-, Forschungs- und Technologielandschaften. Vielfältig wie die Stadt, präsentiert sich auch die Region mit ihrer kulturellen, historischen und wirtschaftlichen Reichhaltigkeit.

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